Zum Inhalt springen
Stress und Burnout · «Objektiv läuft alles. Innerlich bin ich auf dem Zahnfleisch.» the LAB · Stress und Burnout

Stress als Gründer: warum 81 Prozent ihn verbergen, statt darüber zu reden

Elvira Häusler5 Min. LesezeitAktualisiert 12.10.2026
Die kurze Antwort

81 Prozent der Gründerinnen und Gründer verbergen ihren Stress, ihre Ängste und Zweifel vor anderen. Genau dieses Schweigen macht den Stress schwerer, weil es einsam macht. Was hilft: mindestens ein Mensch, vor dem du nicht performen musst, und Bewegung ohne Agenda.

Das kannst du heute tun · 10 Minuten
  1. Schreib einem Menschen, vor dem du nicht performen musst, und verabrede ein ehrliches Gespräch.
  2. Mach heute einen Spaziergang ohne Telefonat und ohne To-do, nur gehen.
  3. Schlag das nächste Gespräch mit einer Gründerkollegin oder einem Gründerkollegen als Walk statt als Call vor.
Was die Forschung sagt

Beim Gehen stieg die kreative Leistung beim freien, divergenten Denken im Schnitt um rund 60 Prozent gegenüber dem Sitzen. Oppezzo & Schwartz (2014): Give Your Ideas Some Legs: The Positive Effect of Walking on Creative Thinking. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition 40(4), 1142-1152

Quellen geprüft am 12.10.2026

Auf Social Media sieht Gründen verdammt einfach aus. Umsatz-Milestones. Neue Kunden. Funding-Runden. Alles Confetti und Champagner.

Was du nicht siehst: 81 Prozent der Gründerinnen und Gründer verbergen ihren Stress, ihre Ängste und Zweifel vor anderen. Nur rund die Hälfte sucht dafür überhaupt Rückhalt bei den eigenen Co-Foundern.

Stress als Gründer ist also kein Randthema. Er ist Alltag, nur eben unsichtbar. Kaum jemand spricht über die finanziellen Engpässe, die mentalen Einbrüche, die Unvorhersehbarkeit und den schieren Grind, der nötig ist, um etwas Tragfähiges aufzubauen. Genau dieses Schweigen macht den Stress so schwer.

Warum Stress als Gründer so oft versteckt wird

Stress als Gründer ist die innere Belastung durch Verantwortung, Unsicherheit und Dauerdruck, die nach aussen meist verborgen bleibt, weil Schwäche im Unternehmertum als Risiko gilt. Das ist der Kern des Problems.

Du sollst Stärke ausstrahlen. Investoren wollen Zuversicht sehen, das Team will Orientierung, und du selbst willst nicht der sein, der wackelt. Also lächelst du, lieferst weiter und schluckst den Rest runter.

Das Tückische daran: Je mehr du verbirgst, desto einsamer wird es. Und Einsamkeit ist einer der grössten Verstärker von Stress. Du sitzt mit allem allein, obwohl andere Gründer im selben Boot rudern und genauso schweigen.

Was Social Media wirklich mit uns macht

Beim letzten Blue Mind Walk* habe ich mit einer Kollegin genau das angesprochen. Was Social Media wirklich mit uns macht.

Die Highlight-Reels anderer Gründerinnen verstärken den Druck, weil du deinen ehrlichen, chaotischen Alltag mit fremden Bestmomenten vergleichst. Du siehst die Funding-Runde, nicht die schlaflosen Nächte davor. Du siehst den Milestone, nicht den Zweifel, ob das alles trägt.

Was wir als Gründerinnen und Gründer wirklich brauchen, ist das Gegenteil davon. Echte Gespräche. Ehrliche Verbindung. Räume, in denen man nicht performen muss. Damit man danach wieder voll performen kann.

Und genau das bietet der Walking Club von the u:lab.

Warum Gehen den Knoten löst

Kurze Antwort: Ein bisschen was fürs Well-Being zu tun hat noch keinem geschadet.

Lange Antwort: Eine Stanford-Studie zeigt, dass die kreative Denkleistung beim Gehen um durchschnittlich 60 Prozent steigt. Nicht die Umgebung macht den Unterschied, sondern die Bewegung selbst. Wer je eine wichtige Entscheidung beim Spazierengehen getroffen hat, kennt das Gefühl. Bewegung löst, was Stillsitzen verknotet.

Und Gehen schafft noch etwas, das im Gründer-Alltag selten geworden ist. Echte Begegnung ohne Agenda. Kein Pitch. Kein Netzwerken auf Druck. Einfach gleichgesinnte Menschen, die gemeinsam durch die Natur gehen und ehrlich miteinander reden.

Warum gerade die Kombination zählt

Bewegung allein ist gut. Ehrlicher Austausch allein ist gut. Zusammen sind sie etwas anderes. Du bewegst deinen Körper, dein Kopf wird klarer, und nebenbei fällt das Reden leichter, weil ihr nebeneinander geht statt euch frontal gegenüberzusitzen. Diese Konstellation senkt die Hürde, ehrlich zu sein.

Das ist kein Wundermittel gegen Gründerstress. Es ist ein einfacher, wiederholbarer Weg, aus dem Kopf herauszukommen und wieder Verbindung zu spüren. Und genau das fehlt vielen.

Was du daraus mitnehmen kannst

Du musst nicht zu unserem Walk kommen, um den Punkt zu verstehen. Der eigentliche Hebel ist, das Schweigen zu durchbrechen. Such dir mindestens einen Menschen, vor dem du nicht performen musst. Einen anderen Gründer, einen Coach, jemanden, der das Spiel kennt.

Und bau dir Bewegung ohne Agenda in deine Woche ein. Ein Spaziergang, bei dem du nicht telefonierst und nichts erledigst. Nur gehst. Es klingt zu simpel, um wichtig zu sein. Genau deshalb wird es so oft übersehen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Stress als Gründer?

Stress als Gründer ist die innere Belastung durch Verantwortung, finanzielle Unsicherheit und permanenten Druck, die nach aussen meist verborgen bleibt. Viele zeigen ihn nicht, weil Schwäche im Unternehmertum als Risiko empfunden wird. Genau dieses Verbergen macht den Stress oft schwerer als die eigentliche Belastung.

Wie viele Gründer verbergen ihren Stress?

Laut einer Umfrage von Startup Snapshot unter Gründerinnen und Gründern verbergen 81 Prozent ihren Stress, ihre Ängste und Zweifel vor anderen. Nur rund die Hälfte sucht dafür überhaupt Rückhalt bei den eigenen Co-Foundern. Stress im Unternehmertum ist also weit verbreitet, aber selten sichtbar.

Warum hilft Gehen gegen Gründerstress?

Weil Bewegung den Kopf löst und gleichzeitig ehrliche Gespräche erleichtert. Eine Stanford-Studie zeigt, dass die kreative Denkleistung beim Gehen um durchschnittlich 60 Prozent steigt. Nebeneinander zu gehen senkt ausserdem die Hürde, offen zu reden, weil kein Pitch und kein Druck im Raum stehen.

Was brauchen Gründer für ihre mentale Gesundheit?

Vor allem Räume, in denen sie nicht performen müssen. Echte Gespräche, ehrliche Verbindung und Menschen, die das Spiel kennen, helfen, die Einsamkeit zu durchbrechen. Bewegung ohne Agenda, etwa ein Spaziergang ohne Telefonate, ist ein einfacher Weg, regelmässig aus dem Kopf herauszukommen.

Wenn du nicht mehr allein damit sein willst

Vielleicht gehörst du zu den 81 Prozent. Nach aussen läuft es, innen brodelt es, und es gibt niemanden, vor dem du das ablegen kannst.

Genau dafür gibt es the RESET. Als 1:1-Prozess oder in einer Kleingruppe für Menschen, die viel tragen und merken, dass die Basis bröckelt. Kein Pitch, kein Performen, sondern ehrliche Arbeit an deinem Zustand. Wenn dich das anspricht, buch dir ein kostenloses Strategiegespräch mit mir und lass uns in Ruhe darüber reden.

* Community Walks, die wir für die Community in Zürich anbieten. Du willst auch dabei sein? Dann komm in die WhatsApp-Gruppe.

Lass uns genauer hinschauen.

Wenn du dich wiedererkennst, ist das kein Grund, dich noch mehr zu stressen, sondern eine Einladung, genauer hinzuschauen.

u:lab12 Mikroübungen für volle TageAus der Toolbox von The Reset
Gratis zum Mitnehmen

Wissen ist gut. Anwenden ist besser.

  • 12 kurze Übungen für volle Arbeitstage, je 2 bis 10 Minuten
  • Sortiert nach Situation, nicht nach Theorie
  • Mit dem Warum dahinter, kurz und mit Quelle

Du bekommst das PDF per Mail und danach den u:lab Newsletter. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz