Zum Inhalt springen
Selbstführung · «Ich weiss, dass ich etwas ändern muss. Aber ich weiss nicht was.» the LAB · Selbstführung

Warum ich einen sicheren Job gekündigt habe, um the u:lab zu gründen

Elvira Häusler5 Min. LesezeitAktualisiert 12.10.2026
Die kurze Antwort

Ich habe meinen sicheren, 6-stelligen Job gekündigt, weil ich nicht mehr zusehen wollte, wie Menschen ihre Gesundheit für Leistung verheizen. Du musst nicht kündigen, um etwas zu verändern, aber du solltest ehrlich hinschauen, ob du gerade auf Reserve fährst und es Disziplin nennst.

Das kannst du heute tun · 5 Minuten
  1. Frag dich: Fahre ich gerade auf Reserve und nenne es Disziplin?
  2. Schreib auf, was du am Laufen hältst, obwohl es dich von Woche zu Woche leerer macht.
  3. Nimm Hinweise von aussen ernst, etwa wenn dein Partner sagt: "Du hast nie Zeit."

Ich hatte einen sicheren, 6-stelligen Job. Und dann habe ich gekündigt.

Klingt nach einer dieser Geschichten, die gut aussehen, wenn sie vorbei sind. War es nicht. Es war eine Entscheidung, die ich mir lange nicht zugetraut habe.

Einen sicheren Job kündigen tut man nicht aus einer Laune heraus. Ich habe es getan, weil ich nicht mehr zusehen konnte, wie Menschen um mich herum zusammenbrechen. Ihre Gesundheit verheizen, oft irreparabel. Familien, die zerbrechen, weil dieser eine Satz immer wieder fällt: "Du hast nie Zeit."

Und ich wusste: Das muss so nicht sein.

Was mich wirklich aus dem sicheren Job getrieben hat

Es war nicht der Wunsch nach mehr Freiheit oder einem schöneren Titel. Es war ein Bild, das ich nicht mehr loswurde.

Businesses, die stagnieren, weil die Menschen darin erschöpft sind. Gründer, die crashen, und mit ihnen alles, was sie aufgebaut haben. Ich habe das nicht aus der Ferne beobachtet. Ich war mittendrin. In Unternehmen, in denen Leistung über alles ging und der Mensch dahinter zur Randnotiz wurde.

Irgendwann wurde die Frage lauter als die Sicherheit: Wofür mache ich das eigentlich?

Ich wollte die Menschen um mich herum gewinnen sehen. Fit. Voller Energie. Gesund. Ich wollte sehen, wie sie performen, ohne ständig auf Reserve zu fahren. Wie sie Energie haben, statt nur durchzuhalten. Wie sie leben, statt nur zu funktionieren.

Für dieses Bild reicht ein gut bezahlter Job von innen heraus nicht. Also habe ich the u:lab GmbH gegründet.

Auf Reserve fahren ist kein Erfolgsmodell

Viele meiner Klienten haben nach aussen alles im Griff. C-Level, Unternehmer, Führungskräfte Ende 30 und älter. Auf dem Papier läuft es. Und trotzdem sitzt da dieses Gefühl, dass die Substanz langsam dünner wird.

Sie sagen nicht "ich bin erschöpft." Sie sagen "ich hab keine Zeit." Oder "alles ist zu viel." Oder der Partner beschwert sich, und das ist der erste ehrliche Hinweis von aussen.

Auf Reserve fahren funktioniert erstaunlich lange. Das ist das Tückische daran. Du gewöhnst dich an den Dauerlauf, an das ständige Durchhalten, an die innere Anspannung, die nie ganz nachlässt. Bis der Körper oder die Beziehung oder das Business die Rechnung präsentiert.

Healthy High Performance heisst für mich nicht, weniger zu leisten. Es heisst, so zu leisten, dass es dich nicht von innen aushöhlt. Das ist ein Unterschied, den man oft erst spürt, wenn man die Reserve schon angezapft hat.

Gründen ist anstrengend, und das gehört dazu

Ich will hier nichts romantisieren. Gründen ist anstrengend. Oft mühsam. Manchmal frage ich mich, ob es das wert ist.

Das ist die ehrliche Seite einer Entscheidung wie dieser. Den sicheren Job zu kündigen löst nicht alle Probleme. Es tauscht eine Sorte Druck gegen eine andere. Und es gibt Tage, an denen die alte Sicherheit sehr verlockend aussieht.

Aber dann kommen die Nachrichten. Die Erfolge meiner Klienten. Diese Veränderung in ihnen, die ich am Anfang oft selbst nicht für möglich gehalten hätte.

Und dann weiss ich wieder, warum ich das mache. Dafür stehe ich auf. Dafür gehe ich los.

Was du aus dieser Geschichte mitnehmen kannst

Du musst deinen Job nicht kündigen, um etwas zu verändern. Das ist nicht der Punkt. Mein Weg war meiner, deiner ist deiner.

Der Punkt ist die Frage dahinter. Fährst du gerade auf Reserve und nennst es Disziplin? Hältst du etwas am Laufen, das dich innerlich leerer macht, von Woche zu Woche?

Wenn ja, dann ist das kein Charakterfehler und kein Grund für schlechtes Gewissen. Es ist ein Signal. Und Signale ernst zu nehmen ist der erste, unspektakuläre Schritt. Veränderung ist danach trotzdem Arbeit. Sie wird nicht über Nacht leicht. Aber sie wird möglich, sobald du ehrlich hinschaust.

Häufige Fragen

Was bedeutet einen sicheren Job kündigen wirklich?

Einen sicheren Job zu kündigen bedeutet, eine berechenbare äussere Sicherheit gegen die Möglichkeit einzutauschen, etwas zu tun, das stärker zu dir passt. Es löst keine Probleme automatisch und ist selten der einfache Weg. Sinnvoll ist der Schritt vor allem dann, wenn die innere Belastung dauerhaft grösser ist als das, was der Job an Sicherheit zurückgibt.

Woran merke ich, dass ich auf Reserve fahre?

Du fährst auf Reserve, wenn du Leistung nur noch über Durchhalten und Anspannung erbringst, statt aus echter Energie. Typische Hinweise sind das Gefühl, ständig zu wenig Zeit zu haben, innere Unruhe, die auch im Urlaub kaum nachlässt, und ein Partner oder Umfeld, das sich über deine ständige Abwesenheit beschwert.

Was ist Healthy High Performance?

Healthy High Performance bedeutet, hohe Leistung so zu erbringen, dass sie deine Gesundheit nicht aufbraucht. Es geht nicht darum, weniger zu leisten, sondern darum, deine Energie so zu steuern, dass du über Jahre tragfähig bleibst, statt auf Reserve zu fahren.

Ist Veränderung schnell möglich, wenn ich erst einmal erkannt habe, dass etwas nicht stimmt?

Nein, und das ist eine ehrliche Antwort. Die Erkenntnis ist der Anfang, nicht das Ende. Echte Veränderung braucht Zeit, neue Gewohnheiten und meist Begleitung. Schnelle Versprechen in diesem Feld sind eher ein Warnsignal als ein Qualitätsmerkmal.

Wenn du innen am Limit bist, obwohl aussen alles läuft

Wenn du dich in dieser Geschichte wiedererkennst, ist das kein Grund, dich noch mehr zu stressen, sondern eine Einladung, genauer hinzuschauen. Dafür gibt es zwei Wege: Der Hidden Cost Test zeigt dir in 3 Minuten, wo du gerade am meisten zahlst. Oder du buchst dir ein kostenloses Strategiegespräch mit mir.

Lass uns genauer hinschauen.

Wenn du dich wiedererkennst, ist das kein Grund, dich noch mehr zu stressen, sondern eine Einladung, genauer hinzuschauen.

u:lab12 Mikroübungen für volle TageAus der Toolbox von The Reset
Gratis zum Mitnehmen

Wissen ist gut. Anwenden ist besser.

  • 12 kurze Übungen für volle Arbeitstage, je 2 bis 10 Minuten
  • Sortiert nach Situation, nicht nach Theorie
  • Mit dem Warum dahinter, kurz und mit Quelle

Du bekommst das PDF per Mail und danach den u:lab Newsletter. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz